Das Kulturarchiv von Martin Paul Gerner

Freitag, 13. Januar 1989

»Pili Pili« in Tübingen

Am Dienstag, 17. Januar, ist der holländische Jazz-Keyboarder Jasper van’t Hoff mit seiner Formation »Pili Pili« auf Einladung des »Zentrum Zoo« in der Tübinger Uni-Mensa in der Wilhelmstraße zu Gast. Obwohl oft in die »Ethno-Beat« Schublade gesteckt, hält der exzellente Musiker nicht besonders viel vom Trend: « . . . da nimmt man dann eine Rhythmusmaschine und vergewaltigt diese Musik mit dem simpelsten Beat, der uns hier einfällt. Nur, damit wir Idioten hier drauf tanzen können.« Bei »Pili Pili« ist alles anders, sagt Jasper van’t Hoff: »Ich benutze keine afrikanische Musik und mache dann einen westlichen Abklatsch davon, sondern komponiere zunächst wie immer. Erst in der zweiten Arbeitsphase lasse ich mich von afrikanischen Rhythmen beeinflussen, mit allem Respekt, den ich als Musiker vor einer fremden Kultur habe.« Ob Jasper van’t Hoff und seine sechs Mitmusiker diesem Anspruch gerecht werden, ist am Dienstag ab 21 Uhr zu überprüfen.

In Tübingen: Jasper van’t Hoffs »Pili Pili« – Originalabbildung aus dem Reutlinger General-Anzeiger.
In Tübingen: Jasper van’t Hoffs »Pili Pili« · Originalabbildung aus dem Reutlinger General-Anzeiger, 13.01.1989.



Martin Gerner


Erstveröffentlichung: Reutlinger General-Anzeiger, 13.01.1989.

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