Eberhard Weber, 1940 in Stuttgart geboren, gilt als einer der profiliertesten Jazzbassisten Europas. Er spielte mit Dauner und in Volker Kriegels »Spektrum« mit und begleitete internationale Jazzgrößen wie Baden Powell oder, im Rock-Lager, Kate Bush auf ihrer Platte »Dreaming«. Seit 1975 ist Eberhard Weber Mitglied im »United Jazz + Rock Ensemble«. Weber ist ein Bassist, der mehr auf Änderungen im Bereich der Klangfarbe Wert legt, als auf spektakuläre Technikdemonstration. Auf einem speziellen Baß mit Tonabnehmern, der extreme Modulationsfähigkeiten besitzt, spielt er seit 1972 unverkennbare Baßlinien, die sich durch Sensibilität und »singende« Phrasierung auszeichnen. Neben seiner Arbeit beim »UJ + RE«, der »Jan Garbarek Group« und als Komponist von Filmmusiken findet Eberhard Weber immer noch Zeit für Solokonzerte. Heute, Donnerstag, 8. Dezember, gibt es wieder eines: Ab 20 Uhr spielt der Bassist im großen Saal des LTT. Zusätzlich liest Hubert Harzer Texte zum Thema »Revolution«; veranstaltet wird der Abend vom Tübinger »Club Voltaire«.
Martin Gerner
Erstveröffentlichung: Reutlinger General-Anzeiger, 08.12.1988.