…ist wieder voll da. Letzten Freitagabend gab die Gruppe, die 1977 unter dem Namen "Mistakes" ins Leben gerufen wurde, ihr erstes Konzert nach der großen Pause. Die war den Hardrock-Mannen um Obi Reicherter zwangsweise verordnet; Leadgitarrist Klaus Göttler verließ die Truppe und für ihn konnte, so Frank "kein halbwegs passabler Ersatz" gefunden werden. Mit dem ausgezeichneten Hardy Heinlin, der auch bei "Ea" spielt, ist "Tindale Creek" jetzt wieder vollzählig.
Im Reutlinger "Hades" spielte die Gruppe mit sehr viel Spielfreude nahezu perfekt. Der neue Gitarrist fügt sich nahtlos in den von Keyboards und der Gitarre von Andreas Pfister geprägten Sound ein; gibt dem Ganzen einen etwas psychedelischen Touch. Christoph Bossack macht am Schlagzeug Powerplay wie eh und je – jetzt allerdings mit zwei Bassdrums.

Exakt nach wie vor auch Ralf Fleischmann, der funkige Bassläufe hören ließ. Und Frank Reicherter kann wirklich singen, auch wenn er manchmal verdächtig nach "Deep Purple" klingt.
Vielleicht das Erfolgsgeheimnis von "Tindale Creek", deren bisherige Karriere vom Auftritt als Vorgruppe von "Uriah Heep" in Reutlingen gekrönt wurde: Jeder hat einen anderen Geschmack; eintöniges Gedröhne kann da gar nicht erst aufkommen. Die gute Musik zusammen mit dem fast perfekten Sound ließ die zahlreich erschienenen Fans tanzen.
Martin Gerner
Original-Schreibmaschinenmanuskript vom 07.07.1986.